Die Aufwertung des Schweizer Franken

Gestern gab es ein kleines Börsenbeben in Europa und einen veritablen Crash an der Schweizer Börse. Dieser Artikel soll etwas Licht in die Hintergründe bringen.

Was war passiert?

euroDie Schweizer Notenbank hat gestern völlig überraschend bekannt gegeben, daß man den festen Wechselkurs von 1,20 Euro je Schweizer Franken nicht mehr als Untergrenze halten wird. Das bedeutet, daß die Notenbank ihre Interventionen zu Gunsten des Euro nicht weiter fortführen wird. Darauf hin wertete der Franken schlagartig um bis zu 30% auf. Plötzlich gab es ein Wechselkursverhältnis von 0,85 Euro je Sweizer Franken, daß sich tags daruf aber wieder auf etwa 0,98 Euro je Franken erholt hat. Dies hat für massive Kritik gesorgt.

Warum hatte die Notenbak interveniert?

Die europäische Zentralbank verfolgt seit Monaten das Ziel, die Zinsen für die Euro Mitgliedsländer niedrig zu halten. Das tut sie, indem Staatsanleihen der Euro Länder aufgekauft werden. Die niedrigen Zinsen und das Misstrauen über die Zukunft des Euro haben den Kurs des Euro gegenüber allen anderen Währungen geschwächt, was auch von der EZB gewollt wurde. Denn darurch wird die Exportwirtschaft der Euro Länder gestärkt.

Die Schweizer Notenbank wollte die Wirtschaft schützen und eine Aufwertung des Franken verhindern. Seit 2011 hatte sie als Untergrenze dazu einen Kurs von 1,20 Euro/Franken festgelegt. Wenn der Schweizer Franken aufwertet, dann wird es für die Schweizer Exportwirtschaft schwerer ihre Produkte im maßgeblichen Euroraum zu verkaufen. Auch die heimische Tourismus Wirtschaft leidet unter einer Franken Aufwertung, denn die Hotelpreise in Euro verteuern sich dadurch für Touristen aus den Euro Ländern. Und das ist die überwiegende Masse.

Warum musste die Notenbank die Interventionen beenden?

Durch die Interventionen wurden massenhaft Franken verkauft und Euro gekauft. Dadurch hat sich die Bilanzsumme der Notenbank immer weiter aufgebläht, bis die Risiken zu groß wurden. Die Bilanzsumme der Notenbank wuchs in den letzten 3 Jahren auf 85% des Bruttosozialproduktes der Schweiz an! Das konnte so nicht weiter gehen, was auch die Notenbank festgestellt hat und deshalb den Franken frei valutieren ließ.

Ähnlich wie vor einigen Jahren, als Spekulanten um Herrn Soros herum das britsiche Pfund aus seiner Wechselkursspanne herauskatapultierten, haben die Spekulanten auch heute gewonnen. Allerdings waren es sicher nicht nur die Spekulanten, sondern eben auch der Ruf des sicheren Hafens Schweiz, der massiv Geld in das Land fließen ließ, was die Währung gestärkt hat. Gegen die freien Märkte kann auch eine Notenbank nur begrenzt aktiv werden.

Was man über die private Krankenversicherung wissen sollte

Private Krankenkassen sind sozusagen die zweite Seite unseres dualen Krankenversicherungssystems in Deutschland. Auf der einen Seite gibt es die gesetzlichen Krankenkassen und auf der anderen Seite die privaten Krankenkassen.

Nicht für jeden Bundesbürger ist es möglich in die Private Krankenkasse einzutreten. Es müssen zwei entscheidende Kriterien gegeben sein, um sich privat krankenversichern zu können.

pkvEins der beiden Kriterien ist der berufliche Status, das andere das Bruttomonatsgehalt. So können sich Selbständige und Freiberufler jederzeit und unabhängig vom Einkommen in einer Privaten Krankenversicherung versichern. Wer sich in der privaten Krankenversicherung versichern kann, darüber kann man hier mehr erfahren.
Für Angestellte sieht die Sache anders aus. Nur wer als Angestellter über der Versicherungspflichtgrenze verdient und dieses Einkommen auch schon seit mindestens 3 Jahren hat, der kann in die Privatkrankenkasse wechseln. Alle anderen Personen sind in der gesetzlichen Krankenkasse pflichtversichert.

Was für gesetzlich Versicherte gilt

Eine private Zusatzversicherung im Bereich der privat Krankenkassen kann jeder abschließen, auch gesetzlich krankenversicherte Personen.

Gibt es bei den gesetzlichen Krankenversicherungen bestimmte Prozentbeträge vom Bruttogehalt, die in die Krankenkassen eingezahlt werden, so richtet sich der Beitrag zu der Privatkrankenversicherung nach dem Eintrittsalter und Gesundheit der Person, nach dem Geschlecht und vor allem nach den gewählten Leistungen.

Diese Einflussfaktoren bestimmen den Beitrag zur privaten Krankenversicherung, denn die Privatkrankenkassen bilden risikogerechte Krankenversicherungsbeiträge, die sich an den durchschnittlichen Risiken und Leistungsbezügen der Mitglieder orientieren. Beispielsweise wird das Alter beim Eintritt in eine Privatkrankenkasse berücksichtigt, um altersbedingte Krankheiten und die daraus entstehenden Kosten besser auf den Versicherungspool umlegen zu können.

Die verschiedenen Tarife und Leistungen der PKV

Innerhalb der Privaten Krankenversicherung können verschiedene Tarife mit verschiedenen Leistungen gewählt werden. So ist es beispielsweise möglich, bei einem Krankenhausaufenthalt durch einen Chefarzt behandelt zu werden, wenn man diesen Tarif in der Privatkrankenkasse abgeschlossen hat. Auch die Unterbringung im Krankenhaus kann durch den ausgewählten Tarif im Vorfeld fixiert werden, so dass man nicht unbedingt als Patient der Allgemeinheit eingestuft wird. Weitere Informationen Über die Leistungen der PKV erhält man hier weitere Informationen.

In der Regel werden die privaten Krankenversicherungen mit einem Selbstbehalt abgeschlossen. Dieser Selbstbehalt wird bis zu der vertraglich vereinbarten Höhe vom Versicherungsnehmer zusätzlich zu den monatlichen Beiträgen gezahlt. Wer also einen Arzt aufsucht oder Medikamente kauft, der muss diese Kosten erstmal selber bezahlen, bis die Höhe des jährlichen Selbstbehaltes erreicht ist. Deshalb lohnt sich auch ein private Krankenversicherung Vergleich der Tarife, denn bei den Krankenversicherungen gibt es große Beitragsunterschiede. Über die Beitragsunterschiede bei den privaten Krankenversicherungen kann man hier mehr lesen.

Liegen die Ausgaben in einem Jahr unter diesem Selbstbehalt, so lohnt es sich nicht die Privatkrankenkasse dafür in Anspruch zu nehmen, denn in der Regel erhält der Versicherungsnehmer einen Bonus in Form von einem oder mehrerer Monatsbeiträge zurückerstattet, wenn die Privatkrankenkasse nicht leisten muß.